Ein Traum ist wahr geworden.
SCHULLIAN – Bistro & Flowers
Viele Jahrzehnte hat Martina Schullian von einer eigenen Gastronomie für ihre Gärtnerei in Bozen geträumt. Rechtliche Rahmenbedingung verunmöglichten die Verwirklichung ihres Traums über lange Zeit. Erst die Realisierung eines Radwegs direkt am Betrieb vorbei öffnete die gesetzlichen Türen zu einer Raststation für dehydrierte und hungrige Pedaleure. Ab dann ging alles “tutto ciodo”. (Regionaler, italienischer Ausdrucks für „mit Vollgas“ oder „volle Kraft“.)
Mit direktem Zugang zum Radweg konnte etwas versetzt zum Garten-Center Eingang eine Reservefläche aktiviert werden, um darauf die Gastronomie als freistehendes Glashaus zu realisieren.
Über die Jahrzehnte der Träumerei vermählten sich Martinas Restaurantbesuche immer mit dem leisen Fokus auf ihr eigenes Konzept. Dieser Fokus wurde spürbar lauter, je realistischer die eigene Gastronomie wurde. Als Freund wurde man spätestens ab 2024 regelrecht genötigt, sich möglichst häufig zusammen mit ihr auf Genusstour in spezielle Gaststätten zu begeben. Dabei verinnerlichte sie sich alle Konzepte und löcherte die Gastonomen mit Fragen. Einer dieser hilfsbereiten Unterstützer ist der umtriebige Südtiroler Gastronom Robert Wieser, welcher mich vergnüglich an Monsieur Septime aus der französischen Filmkomödie ‚Le grand restaurant’ erinnert. Robert ist ein leidenschaftlicher und ausgewiesener Gastgeber. Er stand Martina in gastronomischen Belangen besonders für die Planungsphase kompetent mit Rat und Tat zur Seite.
Beide waren sich einige, dass die einheimische Küche sanft um internationale Einschläge ergänzt wird, um für einheimische Gäste attraktiv zu sein, welche nicht touristisch gepolt sind. Ob der geplanten, asiatischen Einflüsse war ich anfänglich sehr skeptisch. Schlussendlich ist dem internationalen, fünfköpfigen Restaurant-Team jedoch ein authentisches, unprätentiöses Nebeneinander der beiden Welten gelungen.
Das von der Firma Rabensteiner errichtete Glashaus liegt von der Strasse aus gesehen ebenerdig am Radweg und thront vom Parkplatz her betrachtet auf einer leichten Anhöhe. Dieser «Hügel» wurde von der Gartenarchitektin Eva Maria Schgaguler gekonnt mit einladenden Zugängen und lockerer Bepflanzung in Szene gesetzt. Gleichzeitig erfolgt ein verspielter Übergang in den schönen Aussenbereich mit rund 50 Sitzplätzen sowie einer Spielwiese in passender Harmonie aus Sichtnähe mit akustischer Distanz.
Die Seitenwände des Glashauses lassen sich fast vollständig öffnen und verschmelzen den Aussen- mit dem Innenbereich. Innen gibt es 34 Sitzplätze, welche sich um den Mittigen Küchenblock mit Servicebereich und Toiletten reihen. Das Lager konnte – dem «Hügel» sei Dank – unterirdisch integriert werden. Die kunstvolle Lichtinstallation von Manfred Alois Mayr verleiht dem Raum eine besondere Note.
Möbel und Inneneinrichtung wurden von Martina während den Jahren der Träumerei kontinuierlich aufgestöbert, erstanden und in beharrlicher Zuversicht auf Verwirklichung aufbewahrt. Dank dieser Weitsicht und der Stilsicherheit von Martina ist ein einzigartiges Ensemble entstanden, welches einen eigenen, Schullian-typischen-Charme versprüht. Man sieht es im Leuchten der Augen, wie besonders die weibliche Zielkundschaft verzaubert wird, welche seit der Eröffnung Ende Mai 2026 das Bistro-Konzept am Südwestlichen Standrand Bozens sofort ins Herz schloss.
Für all jene, welche Inspiration für ein charmantes Gastronomiekonzept suchen – jenseits der allenthalben grassierenden Massenabfertigungsanlagen – wird ‘SCHULLIAN – Bistro & Flowers’ zum Pilgerort. Bitte pilgern Sie los – es lohnt sich!









